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Älter werden in der Grafschaft macht Spaß

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Älter werden in der Grafschaft macht Spaß

Seniorensportgruppe bleibt nicht nur körperlich, sondern auch geistig aktiv und fit      

In Gelsdorf und in Ringen treffen sich regelmäßig Gymnastikgruppen für die Generation 60+ – Kommunikation und Geselligkeit kommt nicht zu kurz
Grafschaft. Älter werden in der Grafschaft fällt leichter als das Älterwerden andernorts – davon sind zumindest die Mitglieder der beiden Seniorengymnastikgruppen überzeugt, die sich wöchentlich in Ringen und in Gelsdorf zur gemeinsamen Trainingsstunde treffen. Seit Februar 2018 ist die Gelsdorfer Gruppe am Start, jeden Dienstag von 10 bis 11 Uhr treffen sich mehr als ein Dutzend Mitbürger der Generation 60+ in der Mehrzweckhalle, wo Gisela Katharina Querbach als Übungsleiterin die Truppe bestens im Griff hat. Schließlich ist die Entspannungspädagogin unter anderem ausgebildete Trainerin für Sport mit Älteren.
Zu den Übungsstunden bringt die Kursleiterin jeweils Übungsgeräte wie Kurzhanteln, Softbälle, Therabänder und Übungssäbe für jeden Teilnehmer mit, die vom Caritasverband Ahrweiler kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Caritasverband ist nämlich Träger des Projektes „Älterwerden in der Grafschaft mitgestalten – gemeinsam aktiv“, das sich auf Beschluss des Gemeinderates seit dem vergangenen Jahr – mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie – den Herausforderungen des demographischen Wandels stellt. Neben den Seniorengymnastikgruppen in Ringen und Gelsdorf gibt es auch jeden Montag ab 15 und ab 16:30 Uhr zwei Tanzkurse mit den Landfrauen in Bengen sowie das „Café Mittendrin“ jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr als Betreuungsgruppe für Menschen mit und ohne Demenz in der Mehrzweckhalle Lantershofen. Hier ist die Gemeinde Grafschaft als Partner mit im Boot.
Jeder kann mitmachen und sich fit halten
Ansprechpartner und Organisator der Seniorensportgruppe in Gelsdorf ist Peter Schmidt, der sich beim Start des Projektes im vergangenen Jahr persönlich angesprochen fühlte, selbst noch einmal im Seniorenbereich tätig zu werden. Zunächst hatte man überlegt, Gruppen für Spaziergänger oder Fahrradfahrer einzurichten, doch schnell wurde klar, dass dafür die Altersgruppe nur homogen sein könnte. So entschloss man sich letztlich dafür, eine Gymnastikgruppe für die Generation 60+ zu gründen, in der jeder mitmachen kann und war mittlerweile eine breitgefächerte Altersgruppe aktiv ist. Die Seniorensportgruppe ist im Grafschafter Sportverein (GSV) eingegliedert, womit die Mitglieder, Trainer und Organisatoren auch haftungsrechtlich abgesichert sind. Eine zweite Gymnastikgruppe trifft sich jeden Donnerstag von 9:30 bis 10:30 Uhr im Bürgerhaus Ringen, Ansprechpartnerin ist hier Dagmar Aschmann.
Trainiert werden Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und Koordination. Schließlich, das weiß Gisela Katharina Querbach, ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass mit regelmäßigem Training Alterungsprozesse verzögert und ein eigenständiges Leben bis ins hohe Alter geführt werden könne. „Wir machen Übungen zur Verbesserung der Haltung, zur Kräftigung der Muskulatur und zur Entlastung der Gelenke. Außerdem gibt es Krafttraining zur Vorbeugung von Osteoporose, und auch die Beckenbodengymnastik zur Vermeidung von Inkontinenz kommt nicht zu kurz.“ Gleichgewichtsübungen zur Sturzprophylaxe stehen ebenfalls auf dem Programm.
Bewegung und Denkaufgaben miteinander verbinden
Doch nicht nur der Körper wird bei den Gymnastikgruppen für die Generation 60+ trainiert, sondern auch das Gehirn. „Nachgewiesen ist, dass die Verbindung von Bewegung und Denkaufgaben den höchsten Effekt erzielt“, erläutert Querbach. So könnten bei entsprechender Herausforderung bis ins hohe Alter hinein neue Verbindungen im Gehirn geknüpft und damit auch dem altersbedingten Abbau entgegengewirkt werden.
Und Spaß macht das Ganze auch noch, denn Kommunikation und Geselligkeit kommt in der gut gelaunten Gruppe nicht zu kurz. Querbach empfiehlt allerdings bei Herz- und Kreislaufproblemen oder sonstige chronische Erkrankung, sich vorher mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, ob eine Teilnahme an der Gymnastikgruppe überhaupt möglich ist. Denn grundsätzlich gilt: die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. „Jeder ist für sich selbst verantwortlich und trainiert im Rahmen seiner Möglichkeiten“, macht die Übungsleiterin klar. Dennoch versichert Peter Schmidt: „Wer sich vom Seniorensport angesprochen fühlt, ist jederzeit herzlich willkommen.“ Vorbeikommen und gute Laune mitbringen genügt. -JOST-

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